SPD-Stadtverband Göttingen erinnert an die Bücherverbrennung

Am 10. Mai ist der 85. Jahrestag der Bücherverbrennung in Göttingen. Organisiert von Gruppen der SA und Teilen der NSDAP fanden an diesem Tag in zahlreichen deutschen Städten Bücherverbrennungen von nicht erwünschter Literatur statt. Über das gesamte Frühjahr bis in den Sommer zogen sich diese Bücherverbrennungen hin, insgesamt wurden in ca. 100 Städten Deutschlands öffentliche und private Bibliotheken für die Verbrennung geplündert. Opfer dieser Bücherverbrennung wurden die Werke von Thomas und Heinrich Mann, Bertolt Brecht, Erich Maria Remarque usw., aber auch politische Literatur von Karl Marx, Lenin, Kautsky, Bernstein, Programme und Protokolle der SPD wurden in die Flammen geworfen. In Göttingen plünderten die Bücherverbrenner das Parteibüro der SPD, die sozialdemokratische Volksbuchhandlung und die Büros des Internationalen Sozialistischen Kampf-Bundes.

Nach einer großen Kundgebung im Auditorium Maximum, bei der die Professoren Fricke und Neumann sprachen, war der Albaniplatz Ort der Bücherverbrennung. Eine erst 1983 angebrachte Tafel erinnert an diesen Ort der Kulturschande. Bei der Umgestaltung des Albaniplatzes im Zuge der Sanierung der Stadthalle, sollte dieser Erinnerungsort eine Neufassung erhalten.